Der Fisch des Jahres

Der Fisch des Jahres 2017

Die Flunder ist Fisch des Jahres 2017! Die Plattfischart wurde gemeinsam vom Deutschen Angelfischerverband und dem Bundesamt für Naturschutz in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher gewählt. Mit der Wahl der Flunder zum Fisch des Jahres wollen wir gemeinsam darauf aufmerksam machen, dass die Meere und Flüsse untrennbare Lebensräume darstellen und vielen wandernden Fischarten wie Lachs, Meerforelle, Aal,Maifisch und Finte oder auch den weitwandernden Neunaugen durch unüberwindbare Querbauwerke die natürlichen Wandermöglichkeiten genommen werden. Die Flunder ist in allen europäischen Küstengewässern heimisch und in marinen Lebensräumen sowie im Ästuarbereich der Kaulbarsch-Flunder-Region unserer Flüsse weit verbreitet. In früheren Jahrhunderten wanderte sie hunderte Kilometer ins Binnenland und nutzte die Süßwasserlebensräume zur Nahrungssuche. Mit Beginn der Geschlechtsreife kehrte sie zurück in die Laichgebiete im Salzwasser. Die Flunder ist somit ein katadromer Wanderfisch, der wie der Aal in den unterschiedliche Gewässerwelten des Süß- und Salzwassers lebt. Anders als bei den schwimm- und sprungstarken lachsartigen Wanderfischen sind für Flundern allerdings bereits Wanderhindernisse von geringer Höhe oftmals unüberwindbar. So führen Wehranlagen und Flusslaufkraftwerke, die zum Teil in der Nähe der Mündung platziert sind, oftmals zu erheblichen Beeinträchtigungen und lassen für die Mehrzahl der Flundern Wanderungen weitgehend unmöglich werden. Doch nicht nur Wanderhindernisse und Gewässerausbau beeinträchtigen die Flunder und andere Arten der Mündungsbereiche großer Flüsse. Auch Schadstoffe, die sich insbesondere im Gewässerboden vieler Flussmündungen sammeln, belasten die bodenbewohnenden Fischarten der Kaulbarsch-Flunder-Region. Im Meer wirkt sich die Berufsfischerei durch Entnahme und grundberührende Fanggeräte negativ auf die Bestände der Flunder sowie ihren Lebensraum aus. Vor diesem Hintergrund steht die Flunder stellvertretend für andere Fischarten, die auf durchgängige, ökologisch weitgehend intakte Flusslebensräume angewiesen sind.
Mit ihrer Wahl zum Fisch des Jahres wollen wir die Aufmerksamkeit auf eine Fischart mit einer überaus interessanten Lebensweise lenken und zugleich auf die bestehenden Belastungen großer küstennaher Flüsse, angrenzender Meeresgebiete und ihrer Bewohner hinweisen.

Die Fische der letzen Jahre

2016

 

Der Hecht wurde als Fisch des Jahres 2016 gewählt.

 

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2015

 

Der Huchen (Hucho hucho), auch Donaulachs genannt, wurde als Fisch des Jahres 2015 gewählt.

 

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2014

Zwei Störarten waren bis in den Anfang des letzten Jahrhunderts in unseren Flüssen heimisch: der Europäische Stör (Acipenser sturio) in Elbe und Rhein und der Atlantische Stör (Acipenser oxyrhinchus) in der Oder.

 

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2013

 

Die zur Familie der Lachsfische (Salmonidae) zählende Forelle gehört wohl zu den bekanntesten heimischen Fischarten.

 

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